FINANZIELLE HINWEISE

Betroffene von rechten Gewalttaten sollen keine finanzielle Umkosten begleichen müssen, um Ihre Rechte in Anspruch nehmen zu können.

Beratungshilfe

Die Beratungshilfe ist eine Leistung für Ratsuchende, die sich von einem Anwalt oder einer Anwältin in einer Rechtsangelegenheit beraten lassen möchten, aber die Kosten dafür nicht aufbringen können. Nach einer Prüfung der Bedürftigkeit durch das Amtsgericht Ihres Wohnortes erhalten Sie einen Berechtigungsschein und dann erfolgt die Beratung in der Regel durch einen Anwalt bzw. einer Anwältin Ihrer Wahl. Letztere können von Ihnen nur noch die Pauschale von 10 €uro für die Beratungstätigkeit verlangen.

Weißer Ring

Der Weiße Ring hilft Betroffenen von Gewaltstraftaten, die sich an ihn wenden. Hier können Sie einen „Beratungsscheck” erhalten, um damit eine Erstberatung bei einem Anwalt oder einer Anwältin Ihrer Wahl zu finanzieren.
www.weisser-ring.de

Prozesskostenhilfe

Damit die Durchsetzung Ihrer Rechte vor Gericht nicht an Ihren finanziellen Möglichkeiten (Nebenklage) scheitert, gibt es die Prozesskostenhilfe. Ob und in welcher Höhe Sie Prozesskostenhilfe erhalten können, hängt vom Ihrem Einkommen und Vermögen ab. Diese werden vom Gericht auf Antrag geprüft.

Das Opferentschädigungsgesetz

Werden Sie Opfer eines vorsätzlich, rechtswidrigen tätlich Angriffs und erleiden in Folge dessen eine gesundheitliche Schädigung, so erhalten Sie unter bestimmten Voraussetzungen wegen der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Beeinträchtigungen Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz. Hierfür ist ein Antrag erforderlich.
Infos zum Opferentschädigungsrecht

Härteleistungen als Hilfe für Opfer von rechtsextremen Übergriffen

Zur Entschädigung von Opfern rechtsextremer Gewalt stellt der Deutsche Bundestag seit 2001 Geld zur Verfügung. Die Leistung ist Billigkeitsentschädigung und sie haben darauf keinen Rechtsanspruch.
Infos zum Opferentschädigungsrecht



Opferfonds vom Verein Miteinander e.V.

Um den Betroffenen rechter Angriffe unbürokratisch und zeitnah Unterstützung zukommen zu lassen, wurde von Miteinander e. V. im Jahr 2000 der „Fonds für Opfer rechtsextremer und fremdenfeindlicher Gewalt” ins Leben gerufen. Hier können formlos schriftliche Anträge gestellt werden, wie z.B. nicht gedeckte Anwaltskosten oder Fahrtkosten zu Anwaltsgesprächen.
Infos zum Opferfonds